Sammlungskonzept

Es ist das Ziel der Sammlung Esskultur, die verschiedensten Artefakte der Esskultur zu sammeln und öffentlich zu präsentieren. In Ausstellungen, die sich an ein breites Publikum richten, sollen die historischen und sozialen Bedingungen dargestellt werden, die die Auswahl, die Zubereitung und den Genuss von Nahrungsmitteln dargestellt werden. Die Ausstellungen sollen Neugier wecken, zur Auseinandersetzung mit dem Kulturthema Essen anregen, und Verständnis für die kulturelle Vielfalt der Nahrungsmittel und ihrer Zubereitung wecken.


1. Form
Die Sammlung Esskultur erhält die Form eines Vereins, der mittelfristig in eine Stiftung übergehen soll. Sie besteht aus Sammlung und Depot im Haus Richardplatz 25, 12055 Berlin. Lang-fristig ist der Aufbau eines regelmäßigen Ausstellungsraums geplant.

2. Aufgabe
Die Sammlung Esskultur ist (in Übereinstimmung mit den Richtlinien des Internationa¬len Museumsrats ICOM) eine nicht-gewinnorientierte, ständige, der Öffentlichkeit zugängliche Einrichtung, die der Gesellschaft und ihrer Entwicklung dient, und materielle Zeugnisse des Menschen und seiner Umwelt für Studien-, Bildungs- und Unterhaltungszwecke sammelt, be-wahrt, erforscht, vermittelt und ausstellt.
Der Verein betrachtet Esskultur als Summe aus Technik, Gewohnheiten, Regeln, sozialen Be-dingungen der Zubereitung und des Konsums von Nahrungsmitteln. Dazu gehören Zuberei-tungsarten, Speisenauswahl und Esstabus ebenso wie Küchen- und Esstechnik, historischer Wandel und soziale Bedingungen des Essens.
Eine umfassende Darstellung der Esskultur einer speziellen oder mehrerer Kulturen ist nicht Aufgabe des Vereins. Der Verein ist interkulturell ausgerichtet, offen und keinem kulturellen Rahmen einseitig verpflichtet..

3. Präsentationen
Die Objekte der Sammlung, ggf. ergänzt durch Leihgaben anderer Häuser, werden in wech-selnden Ausstellungen präsentiert. Diese Ausstellungen beleuchten einzelne Aspekte, Details und Nuancen von Esskultur.
Absicht der Ausstellungen ist es, Sensibilität für das Kulturthema Essen zu wecken.
Die Darstellung konzentriert sich auf eine »klassische« museale Vermittlung aus einer Kombi-nation von Exponaten und Text. Durch kurze, doch ausreichend informative Texte sollen die Ob¬jekte zum sprechen gebracht werden. Die Ausstellungen sollen Fragen stellen und den Blick auf vernachlässigte Details lenken.
Thematik und Gestaltung der Ausstellungen sowie der Begleitprogramme ist inhaltlich unabhän-gig insbesondere von Sponsoren, Firmen und Leihgebern. Die Regeln des öffentlichen Bil-dungsauftrags sind maßgebend.
Die Besucherinnen und Besucher sollen in das Museum eingebunden werden und die Möglich-keit erhalten, sich in die Konzeption neuer Ausstellungen einzubringen.
Langfristig sollen Publikationen die einzelnen Ausstellungen begleiten.